Die Faszination fürs Radio hat SWF3 bei mir geweckt. Die Mischung aus einzigartigen Programmelementen, kompetenten Interviews, einem Händchen für die Entdeckung neuer Talente und die Fähigkeit, ehrliche Intimität aufzubauen, das alles ist bis heute fast unerreicht. Ein weiterer Impuls kam durch den Amerikaner BJ Barry. Er moderiert jeden Nachmittag seine Show bei KissFM, hier wird Musik zu purer Energie.
Wenn es um Musik geht, stößt eine Zeitung sehr schnell an ihre Grenzen, denn auch die blumigsten Worte können den Höreindruck nicht ersetzen. Musikfernsehen ist eine schöne Alternative, aber wer sieht das heute noch wegen der Musik? Radio ist schnell, unmittelbar und konzentriert. Hier bringt man Informationen auf den Punkt, so dass jeder etwas mit ihnen anfangen kann:
Für den Hörer – ohne Laberei und Eitelkeiten!
Die Musikfarben der Radiosender werden immer weiter verengt, in der Hoffnung der größtmöglichen Masse recht zu machen. Hier soll der Rahmen wieder etwas weiter gesteckt werden, was nur dann funktionieren kann, wenn man die Identifikation mit den Musikern stärkt und einzelne Künstler glaubhaft aus der Menge heraushebt.
Wie James Last schon sagte: „Es gibt nur gute und schlechte Musik“. An dieser Stelle soll die Gute aufgespürt und so präsentiert werden, dass sich niemand überfordert fühlen muss und am Ende des Tages Musik vielleicht doch mit anderen Ohren hört.


